Kreativität & psychische Gesundheit

Künstlerische Therapien im Kontext Flucht & Migration in Europa

Das Europa-Projekt CREATE ist ein auf zwei Jahre angelegtes Erasmus+ KA2 Projekt. Sieben Organisationen aus Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien und Deutschland, die im Bereich künstlerische Therapien, Kunst und Erwachsenenbildung tätig sind, entwickeln gemeinsam Trainingsmodule und eine Methodensammlung für Therapeut*innen, Supervisor*innen und andere Akteure, die in ihrer Arbeit mit Geflüchteten und Migrant*innen künstlerisch-therapeutische Ansätze nutzen. Beide sollen für Akteure im Gesundheitsbereich zugänglich sein und sie dabei unterstützen, ihre künstlerisch-therapeutischen Angebote den Bedürfnissen der Klient*innen der Zielgruppe anzupassen und weiterzuentwickeln.

 

Im Rahmen von CREATE führen wir zunächst Gespräche mit Betroffenen sowie mit Organisationen, Instituten und Projekten, die Geflüchtete und Migrant*innen der ersten Generation beraten und betreuen. Ziel dieser Untersuchung ist es zu ermitteln, mit welchen Problemen und Herausforderungen Geflüchtete und Migrant*innen der ersten Generation konfrontiert sind, wie diese sich auf die seelische Gesundheit von Menschen auswirken, die in Berlin eine neue Heimat suchen und welche Hilfen momentan angeboten werden. Insbesondere wollen wir Lücken in der Versorgung im Bereich seelische Gesundheit identifizieren und prüfen, wie und in welchen Kontexten künstlerische Therapien dazu beitragen können, diese Lücken zu schließen.

 

Auf Basis dieser Interviews konzipieren wir zwei Therapiegruppen, die im Herbst 2017 starten. Die Evaluation der Arbeit in diesen Pilotgruppen wird die Grundlage für ein künstlerisch-therapeutisches Angebot bilden, das auf die Bedürfnisse von Geflüchteten und Migrant*innen zugeschnitten ist.

 

Berlin bzw. die Bundesrepublik wird in diesem Projekt vertreten durch das: